1. Was bedeutet Migrationshintergrund?
2. Ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit, darf ich auch teilnehmen?
3. Dürfen nur türkische Frauen an den Kursen teilnehmen?
4. Wie viele Teilnehmerinnen haben einen Ausbildungsplatz erhalten?
5. Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es im öffentlichen Dienst?
6. Wie viele Teilnehmerinnen sind in die Berliner Verwaltung vermittelt worden?
Was bedeutet Migrationshintergrund?
Laut Statistischem Bundesamt sind die "Menschen mit Migrationshintergrund"
· zugewanderte Ausländer
· in Deutschland geborene Ausländer
· eingebürgerte Ausländer
· Spätaussiedler sowie
· Kinder mit zumindest einem Elternteil, das eines der genannten Merkmale erfüllt.
Diese Personen müssen keine eigene Migrationserfahrung haben und leben zum überwiegenden Teil seit ihrer Geburt in Deutschland.
Ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit darf ich auch teilnehmen?
139 Teilnehmerinnen haben an den bisherigen zehn Kursen teilgenommen. Sie haben zum Teil die deutsche Staatsangehörigkeit und gehören der 2. bzw. 3. Generation an. Jeder, der einen Migrationshintergrund hat, darf an den Kursen teilnehmen.
Dürfen nur türkische Frauen an den Kursen teilnehmen?
Nein, unsere Projekte sind offen für alle Frauen mit Migrationshintergrund. Wir freuen uns besonders, wenn die Gruppen eine große kulturelle Vielfalt zeigen.
Unsere bisherige Teilnehmerinnen stammten aus Afghanistan, Albanien/Kosovo, Angola, Aserbaidschan, Bolivien, Bosnien, Bulgarien, Griechenland, Kamerun, Kasachstan, Kenia, Kroatien, aus dem Libanon, Mazedonien, Palästina, Polen, Portugal, Russland, Rumänien, Serbien/Montenegro, Syrien, Tunesien, aus dem Irak und dem Iran, aus der Türkei und der Ukraine.
Wie viele Teilnehmerinnen haben einen Ausbildungsplatz erhalten?
In den fünf Ausbildungsjahren haben 139 Teilnehmerinnen an den Kursen teilgenommen und anschließend haben 64 Teilnehmerinnen mit einer betrieblichen und 37 Teilnehmerinnen mit einer schulischen Ausbildung angefangen.
Verbleibdaten / Ergebnisse im Überblick
Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es im öffentlichen Dienst?
Ausbildungsmöglichkeiten für Migrantinnen im Öffentlichen Dienst
Mit mehr als 50 Institutionen und Verwaltungen ist der Öffentliche Dienst der größte Arbeitgeber in Berlin:
· Senatsverwaltungen
· Bezirksämter
· Polizei
· Universitäten
· Arbeitsagenturen
· Versicherungsanstalten
· Finanzämter
· Gerichte
· Bundesverwaltungen
· Bundeswehr
Berufe
Es gibt etwa 1200 Ausbildungsplätze im Berliner Öffentlichen Dienst in etwa 90 Berufen. Hier sind einige Beispiele:
· Verwaltungsfachangestellte/r
· Verwaltungsfachangestellte/r mit Doppelqualifikation (Neben der Ausbildung kann die Fachhochschulreife erworben werden)
· Fachangestellte/r für Bürokommunikation
· Polizeibeamter/in (Vollzugsdienst)
(diese Berufe qualifizieren für eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst)
· Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation
· Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation mit Teilnahme am Projekt ProPolska (ProPolska ist ein Projekt zur Entwicklung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in der Ausbildung kaufmännischen Nachwuchses in der Bundesrepublik Deutschland)
· Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation mit Teilnahme am Projekt ProTürkiye (ProTürkiye ist ein Projekt zur Entwicklung der deutsch-türkischen Zusammenarbeit in der Ausbildung kaufmännischen Nachwuchses in der Bundesrepublik Deutschland)
(diese Berufe qualifizieren zusätzlich für eine Tätigkeit in der Privatwirtschaft)
Wie viele Teilnehmerinnen sind in die Berliner Verwaltung vermittelt worden?
Es sind bisher 50 Teilnehmerinnen, die einen Ausbildungsplatz bei der Berliner Verwaltung erhalten haben. Vier haben aber leider aus privaten Gründen die Ausbildung abgebrochen.
TIO-Auszubildende im öffentlichen Dienst