Fohrde, Fohrde, wir fahren  ... nicht nach Fohrde...

Die Reise nach Fohrde hätte in der Zeit vom 23. bis 26. März 2020 stattgefunden.

"Es hätte so schön gewesen sein können.."

Schaaade! Dieses Jahr fällt Fohrde aus. Ich habe mich sehr auf ein paar Tage weg von Berlin gefreut und nun Pustekuchen! Kein Lagerfeuer mit Studio-Mädels, keine Discoabende, keine Entspannungstherapie vor der Prüfung mit Porträtszeichnen, Rap-Workshop und Atemübungen. Seminare mit coolen Dozentinnen,  Wissensvermitteln (Geschichte, Sozialkunde, Kommunikationsmethoden) ohne Gähneneffekt, sehr spannend, mit viel Lachen und das Mal-Anders-Lernen auf dem Gelände der Gedenkstätte Brandenburg werde ich auch nicht erleben, geschweige denn Pizzaparty danach. Auf Fotos von letzten Jahren sehen alle Teilnehmerinnen  sooo glücklich aus.

Ela schwärmte von der Küche dort, die sich immer enorm um das Wohlfühlen der Gäste kümmert. Spaziergänge und Radtouren haben Agnieszka und Irina angetan. Blöde Corona! Ich will nach Fohrde!

Diana

 

Girls' Studio 12 Studientag im Haus der Wannsee-Konferenz

Studientag in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, 28.02.2020

 

 

 

Die Lage des Konferenzhauses ist idyllisch, die Villa imposant. Ich konnte kaum fassen, dass inmitten dieser Idylle im Rahmen eines Frühstücks grausame Entscheidungen getroffen worden waren. Entscheidungen, die Millionen von Menschenleben gekostet haben.

 

 

Das, was uns Ela im Geschichtsunterricht über die Zeit des Nationalsozialismus vermittelt hatte, war im GHWK auf einmal sehr präsent. Die Ausstellungsstücke wie Fotos, Landkarten mit KZ-Lagern, Hinrichtungsorten, Konferenzdokumente, Zeitzeugenberichte, Propagandatexte, bürokratische Zahlen verdeutlichten die Gräueltaten der Diktatur und die Gefahr der Ideologien. In der umfangreichen Bibliothek der Gedenkstätte entdeckte ich eine Ecke mit der Kinderliteratur zu Themen wie Holocaust, Entstehung des Nationalsozialismus; wegen der einfachen Sprache ein großartiges Material für die Prüfungsvorbereitung!

 

Zwei Mitarbeiterinnen des Hauses haben ein Studientag für uns konzipiert. Sehr anschaulich zeigten sie uns, wie der Nationalsozialismus sich durchsetzen konnte. Es hat gereicht, dass man Menschen in verschiedene Kategorien eingeordnet hat. Man hat Menschen nach ihrer Herkunft, Nationalität, Religion, politischen Ansichten, sexueller Orientierung beurteilt und die, die "anders" waren, vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Mit Manipulation und Propagandamitteln erreichten die Nationalsozialisten das Großteil der deutschen Bevölkerung.

 

Interessant fand ich die Aufgabe mit der Beschreibung und der Interpretation von Wahlplakaten der aktuellen Parteien (z. B. der AfD) und der Schlagzeilen mit Fotos aus der Presse. Ich verstand, wie viel Kraft ein Spruch und dazu ein klischeehaftes Bild haben können und wie man unsere Ängste weckt und sie schürt.

 

Der Besuch im Haus der Wannseekonferenz war gleichzeitig für mich eine Lehre der Menschlichkeit. Solidarität, Toleranz, Akzeptanz für die Vielfalt - das sind Begriffe, mit denen wir die (nicht selbstverständliche) Demokratie im Alltag schützen müssen, um kriegerischen Verbrechen vorzubeugen.

 

Uff, das war eine sehr bedrückende Erfahrung. Der Blick auf die idyllische Havellandschaft konnte mich nicht  mehr auf positive Gedanken bringen…

 

A. S.

 

Girls' Studio 12 Wir geben den Namenlosen ihre Namen zurück

Wir geben den Namenlosen ihre Namen zurück, 27.01.2020

Wilhelm Fras, vom Beruf Schuster, wurde genauso wie mein Bruder an einem 14.02. geboren, am Valentinstag. Er wurde im KZ Sachsenhausen ermordet, mit nur 23 Jahren.

 

Jede von uns kriegt eine Liste mit Namen. Ein Name ist angekreuzt. Diesen Namen sollen wir zusammen mit dem Geburts-, dem Todesdatum und dem Namen des Ortes, wo dieser Mensch zu Tode gekommen war, eigenhändig auf einem speziellen Blatt aufschreiben. Mit Druckbuchstaben, damit es gut leserlich ist.

 

Am 27. Januar 2020 sind wir im Rathaus Köpenick. Wir sollen den Menschen, deren Asche namenlos auf dem Friedhof Alt-Glienicke beerdigt wurde, ihre Namen zurückgeben. Es waren insgesamt 1360 Menschen. Sie wurden in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Buchenwald und Dachau, in Tötungsanstalten im Rahmen von Patientenmorden und in der Haftanstalt Plötzensee ermordet.

 

Jetzt soll in Alt-Glienicke ein Erinnerungs-Denkmal für diese in Vergessenheit geratenen Toten entstehen. Ich finde den Denkmal-Entwurf sehr schön: Da, wo die Urnen begraben sind, soll ein Blumenbeet entstehen und daneben sollen Tafeln aus grünem Glas aufgestellt werden. Auf diesen Tafeln werden die Namen der Toten angebracht. Die Namen, die wir heute schreiben. Im Herbst - da wird unser Kurs bei TIO schon vorbei sein, werden wir ein Klassentreffen machen und gemeinsam nach Alt-Glienicke fahren.

 

C. A.

 

Girls' Studio 12 Demokratie hat viele Gesichter

 

Demokratie hat viele Gesichter/ Unser Besuch im Bundestag, 03.12.2019

 

Das aktuellste Gesicht der Demokratie ist für mich dieses von Fritz Felgentreu, einem Abgeordneten des Bundestages. Der sympathische SPD-Politiker lädt schon seit mehreren Jahren Girls` Studio Teilnehmerinnen zum Besuch des deutschen Parlaments ein, lässt uns hinter die Kulissen der Politik schauen und erklärt ihre demokratischen Mechanismen.

 

Das war sehr aufregend! Ich betrat die Räume (nach sehr strenger Sicherheitskontrolle, fast wie in einem Agentenfilm😊), die ich bisher nur vom Fernseher kannte: Plenarsaal mit der fetten Henne, die Reichstagskuppel und Labyrinthe von Innenhöfen, Hallen, Stegen.

 

Auf der Brücke mit dem Blick auf das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus war es mir ganz schön schwindelig, aber für Selfies macht man fast alles …

 

 

Der Besuch im Bundestag war gleichzeitig unser Unterricht in Fächern Geschichte und Sozialkunde. Ela zeigte uns andere Gesichter der Demokratie: Denkmal zur Erinnerung an 96 Reichstagsabgeordnete, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden, Denkmal für die im Dritten Reich ermordeten Sinti und Roma, ein Fragment der Danziger Werft-Mauer als Erinnerungsstück aus der Zeit der polnischen unabhängigen Gewerkschaft „Solidarnosc“ und die Tafeln mit Artikeln des Grundgesetzes (Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“; das konnte ich mir merken, weil die gemeißelten Buchstaben mich optisch angeschrien haben).

 

An diesem Tag habe ich viel erlebt. Manche Erlebnisse haben mich nachdenklich gestimmt. Zum Schluss konnte ich die Demokratie in der Bundestagsmensa praktizieren und mich zwischen einem vegetarischen und nicht vegetarischen Menü entscheiden. Ist das nicht schön? Es leben die Demokratie und die Vielfalt!

 

A. S.

 

Girls' Studio 11 Woche der Sprache und des Lesens

„Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen“ (Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

Seit August 2018 haben wir -  die Mädchen des TIO Girls' Studio - eine AG „Kreatives Schreiben“, wo wir lernen, die Worte der deutschen Sprache zu „zähmen“ und und ihnen eine „magische Kraft“ zu entlocken. Wir schreiben über unsere Sorgen, Ängste und Probleme, aber auch über Erinnerungen, Träume und Ideen und über schöne Dinge, die uns im Alltag passieren. Das regelmäßige Schreiben hilft uns, unsere Gedanken klar zu formulieren und unsere Gefühle auszudrücken. Die AG findet einmal in der Woche statt. Nicht immer fällt uns das Schreiben leicht. Manchen von uns gelingen -  trotz eines fleißigen Knabberns am Stift - nur ein paar Sätze, andere können gar nicht mehr aufhören und sind überrascht, wie schnell die Zeit vergangen ist. So sind einige schöne Texte entstanden.

 

Am Freitag, dem 24.05.2019 von 10.00 bis 12:00 Uhr wollen wir bei TIO Girls' Studio eine kleine Lesung organisieren, bei der wir uns gegenseitig unsere besten Texte präsentieren werden. Wir freuen uns auf eine schöne Veranstaltung.

 

Girls' Studio 11 Besuch im Bundestag

Girls' Studio 11 Besuch im Bundestag, 26.11.2018

 

 

 

Um 11 Uhr ging es von den Räumen des TIO Girls` Studio los zur Friedrichstraße. Unsere Leiterin hat für uns eine kleine Führung vor dem Besuch des Bundestages vorbereitet.  Angefangen beim Denkmal: Züge in das Leben – Züge in den Tod, das sich direkt vor dem S-Bahnhof befindet. Dieses Denkmal ist das zweite von fünf Statuen zur Geschichte des Kindertransportes im zweiten Weltkrieg und wurde vom gebürtigen Danziger und Zeitzeugen Frank Meisler erschaffen. Weiter ging es mit der Station des Jakob-Kaiser-Hauses, wo 19 Glasscheiben aus dem Boden ragen. Auf jeder Glasscheibe sind jeweils die 19 Grundrechtsartikel des Grundgesetzes genannt. Weiter auf dem Weg zum Reichstagsgebäude erinnert ein Stück Mauer der Danziger Werft an den Anfang der Wiedervereinigung Deutschlands. Denn in Danzig wurde die Gewerkschaftsbewegung „Solidarność” (dt. Solidarität) gegründet, die für die Wiedervereinigung Deutschlands aber auch für das Ende der Teilung Europas eine entscheidende Rolle gespielt hat. Dann ging es mit dem nächsten Ausflugsziel beim Paul-Löbe-Haus los. Hier befinden sich drei Arbeitsbereiche des Deutschen Bundestages: die Ausschüsse, die Öffentlichkeitsarbeit und die zentrale Besucherbetreuung. Nach der Anmeldung wurden wir, bevor wir den Plenarsaal im Reichstagsgebäude besuchen durften, alle in einer entspannten Atmosphäre zum Essen eingeladen.

 

Dann ging es weiter in den Plenarsaal, wo wir erfahren konnten wo und wie getagt wird, wo die Abgeordneten sitzen und wie zum Beispiel Abstimmungen abgehalten werden. Der Besuch wurde durch eine Gesprächsrunde mit Herrn Felgentreu, einem Abgeordneten der SPD im Deutschen Bundestag, abgerundet. Hier konnten wir persönliche Fragen stellen wie: „Warum ist die Wohnungssituation in Berlin Neukölln so schwierig“ oder „Warum ist es so schwierig ein Visum zu bekommen“ oder allgemeine Fragen zur Definition des Ausländerbegriffs. Herr Felgentreu trifft sich nun schon mehrere Jahre in Folge im Bundestag mit den TIO Mädchen und freut sich sichtlich über unseren Besuch. Das wird vor allen Dingen durch eine ausgelassene Stimmung aller Beteiligten sichtbar. Besonders schön war diesmal, dass Herr Felgentreu uns eine kleine Führung durch das Gebäude gab. So konnten wir beispielsweise den Andachtsraum sowie die kyrillischen Inschriften, die Soldaten der Roten Armee im Jahre 1945 im Reichstagsgebäude hinterlassen hatten, und ein Teilstück des alten Reichstagstunnels, welches durch den Umbau des Gebäudes in den 90er Jahren abgerissen wurde,  sehen. Dies hat den Mädchen besonders gut gefallen.

 

Der Besuch des Bundestages wird real erlebbar, da die Themen im Unterricht aufgegriffen werden. Das macht den Besuch besonders spannend. Themen wie Freiheit und Vereinigung kriegen eine neue Bedeutung.

 

Es wird langsam zu Girls' Studio -Tradition: der Besuch bei Herrn Dr. Fritz Felgentreu im Bundestag

Kurz vor Weihnachten waren wir bei Dr. Fritz Felgentreu (MdB) zu Besuch.

 

Am 19. Dezember 2017 trafen wir uns bei TIO und fuhren gemeinsam zum Platz der Republik. Nach einem kurzen Warten und einer langen Sicherheitskontrolle fuhren wir mit einem riesigen Fahrstuhl zur Besucherebene des Plenarsaals.

 

Im Plenarsaal haben wir 45 Minuten verbracht, wo wir uns einen sehr spannenden Vortrag über die Aufgaben der Abgeordneten sowie über die Geschichte und Architektur des Reichstagsgebäudes anhörten.

 

Erbaut wurde das Reichstagsgebäude im Stil der Neorenaissance (wir mussten später nachschlagen, was das Wort bedeutet) Ende des 19. Jahrhunderts, sieht aber trotz seiner über 120 Jahre innen sehr modern aus, seit es vom Architekten Sir Norman Foster umgebaut wurde.

 

Wir haben auch erfahren, wo normalerweise die Bundeskanzlerin sitzt und wie die Plenarsitzungen aufgezeichnet werden: nämlich per Hand in Kurzschrift, damit auch alle Geräusche und Zwischenrufe ins Protokoll aufgenommen werden. Die Frau, die den Vortrag hielt, zeigte uns, wo welche Fraktion normalerweise sitzt, konnte uns aber nicht sagen, wie die Sitzverteilung im 19. Bundestag aussehen wird, weil sich drei Monate nach der Bundestagswahl noch keine Koalition gebildet hat. Die Stühle haben übrigens eine spezielle Farbe, die „ das Bundestagsblau“ heißt und die es sonst nirgends gibt.

Nach dem Vortrag gingen wir in einen kleinen Besucherraum, wo ein Gespräch mit Herrn Dr. Felgentreu stattfand. Wir durften mit ihm über unsere Probleme sprechen und er lud uns in seine Sprechstunde in sein Büro in Neukölln ein. Dann musste er weg ins Abgeordnetenhaus, wo die Gedenkstunde für die Opfer des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz stattfinden sollte. Das Gespräch mit uns führte ein Büromitarbeiter von Dr. Felgentreu, Christopher King fort. Er war auch sehr nett und beantwortete unsere Fragen geduldig und ausführlich.

Anschließend fuhren wir mit dem Riesenfahrstuhl auf die Kuppel hinauf. Weil uns die Frau im Plenarsaal von einem komplizierten Belüftungssystem erzählte, wollten wir erst einmal in den Plenarsaal nach unten hineingucken. Es ging aber nicht.

 

Einige von uns blieben da, um sich die Reichstagsgeschichte auf den bebilderten Tafeln anzusehen, andere gingen langsam nach oben. Der Tag war leider nicht sonnig, trotzdem konnte man viele Berliner Sehenswürdigkeiten erkennen: die Waschmaschine (das Kanzleramt), die schwangere Auster (das Haus der Kulturen der Welt), die Goldelse (die Siegessäule), den Telespargel (den Fernsehturm).

Zum Schluss gab es noch ein Essen in der Kantine des Paul-Löbe-Hauses. Ganz lecker sogar, naja, bis auf den Kuchen.

TIO Girls‘ Studio bei dem Wasserwerk Friedrichshagen

Die Teilnehmerinnen besuchen die Filteranlage.
Die Teilnehmerinnen besuchen die Filteranlage.

Am 5. Dezember 2017 besuchten die Teilnehmerinnen des Girls' Studio 10 das Wasserwerk Friedrichshagen am Müggelsee. Der Tag war kalt und windig, ein Nieselregen machte die lange Anfahrt richtig ungemütlich, deshalb waren wir froh, zuerst einen kurzen Film zur Geschichte und Gegenwart des Wasserwerks zusammen mit einer Gruppe von jungen Azubis angucken zu dürfen. So erfuhren wir, dass das Wasserwerk schon 1893 in Betrieb genommen wurde. Es war damals das größte und modernste Wasserwerk in Europa. Das Wasserwerk dient ausschließlich der Trinkwasserbereitung. Das Trinkwasser unterliegt so strengen Kontrollen, dass es eine viel bessere Qualität hat als das Mineralwasser, das in Flaschen verkauft wird. Das haben wir nicht gewusst. Und auch nicht, dass ein Glas Wasser aus ca. 700 Wassertropfen besteht. Oder dass jeder Mensch in Deutschland täglich 13 Eimer Wasser verbraucht.

 

Nach dem Film besuchten wir die zentrale Kontrollstelle. Die dort arbeitenden Mitarbeiter sorgen dafür, dass alle Menschen, die im Südosten Berlins leben, gut mit Wasser versorgt werden. Spannend war es zu erfahren, dass wenn zum Beispiel ein wichtiges Fußballspiel gezeigt wird, in der Pause alle Pumpen der Wasserwerke auf Hochbetrieb eingestellt sind, sonst gibt es nicht genug Spülwasser in den Wohnungen. Natürlich stellten die männlichen Azubis mehr Fragen als wir, deshalb haben wir uns etwas geärgert, dass wir uns auf den Besuch nicht besser vorbereitet haben.

 

Anschließend gingen wir in das Untergeschoss zu den Filteranlagen. Dort durften wir das beste, frisch gefilterte, gut gekühlte Wasser trinken. Einige von uns tranken so viel, dass später bei der Geländebesichtigung die wichtigste Frage war: „Wo sind hier die Toiletten?“

 

Am besten gefielen uns die alten stillgelegten, unterirdischen Filteranlagen. Sie sehen etwas gespenstisch aus: mit den herunterhängenden Pflanzen, weißen Stalagmiten und kopfüber schlafenden Fledermäusen.

 

Es wurde spät, also verzichteten wir auf den Besuch des Museums im Wasserwerk. Bestimmt ist die Ausstellung dort auch interessant. Vielleicht können wir unsere Eltern überzeugen, mal einen Familienausflug dahin zu machen. Aber bitte im Sommer!

Das Wasserwerk Friedrichshagen am Müggelsee
Das Wasserwerk Friedrichshagen am Müggelsee
Unter den Bögen des historischen Gebäudes, das 1893 erbaut wurde.
Unter den Bögen des historischen Gebäudes, das 1893 erbaut wurde.
Der Kontrollraum
Der Kontrollraum
Der Park, der im Sommer bestimmt ein Traum ist.
Der Park, der im Sommer bestimmt ein Traum ist.

Frauenbilder- Frauenidentitäten: Vielfalt zeigen - Zukunft gestalten; Workshop im Girls‘ Studio

Anlässlich des diesjährigen Diversity-Tages wurde am 7. Juni 2016 im Girls‘ Studio ein Workshop zum Thema „Frauenbilder – Frauenidentitäten“ durchgeführt. Durch Begriffsimpulse, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele, Gruppenpuzzle, Collagentechnik und weitere kreative Arbeitsmethoden wurden Rollenbilder von Frauen in verschiedenen kulturellen Kontexten erarbeitet.

Mit dem Ziel, die kulturelle Vielfalt der Teilnehmerinnen aufzuzeigen und die Reflexion über die eigenen Rollen und deren Bedeutung für die Zukunftsgestaltung anzuregen, standen in dem Workshop folgende Fragen im Mittelpunkt: Welche gesellschaftlichen Erwartungen sind mit einem bestimmten Frauenbild verbunden? Welche davon empfinden die Teilnehmerinnen als positiv und welche als hemmend? Welche Handlungsfreiräume werden Frauen in den jeweiligen Rollen zugestanden? Inwiefern sind Veränderungen von Frauenbildern möglich?

 

Abschließend wurden individuelle Lebensentwürfe, Zukunftswünsche und -träume in Form einer Collage zum Ausdruck gebracht.

Dr. Fritz Felgentreu und Erol Özkaraca bei LIFT und Girls‘ Studio

Am 19.05.2016 besuchten uns Herr Dr. Fritz Felgentreu (MdB) und Herr Erol Özkaraca (MdA), beide direkt gewählte SPD-Abgeordnete für Neukölln.

 

Dr. Felgentreu sitzt im Bundestag im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, beschäftigt sich mit der Sicherheits- und Verteidigungsfragen und ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Herr Özkaraca ist im Abgeordnetenhaus Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Forschung und Technologie und kümmert sich um Verfassungs- und Rechtsangelegenheiten, Verbraucherschutz und Geschäftsordnung.

 

Ab 10:00 Uhr hießen aktuelle und künftige Teilnehmerinnen des Girls‘ Studio sowie Besucherinnen des LIFT-Projekts die Gäste in den LIFT-Räumen willkommen. Die beiden Politiker berichteten über ihre Arbeitsschwerpunkte und stellten sich dann den zahlreichen Fragen der Teilnehmerinnen. Die Mädchen wollten z.B. wissen, wie man Politiker wird, was an der Arbeit als Politiker spannend und motivierend und was eher lästig ist sowie was konkret beide Politiker für junge Menschen mit Migrationshintergrund tun. Im weiteren Verlauf des Gesprächs ging es um Fragen zur Einbürgerung und Staatsbürgerschaft, zum Wahlrecht und zur Integration von Flüchtlingen: Was bekommt ein Flüchtling in Deutschland, wie funktioniert das Asylverfahren, wie lange dauert es, welche Fluchtgründe gibt es? Daraus ergaben sich spannende Grundsatz-Diskussionen zum Thema Menschen- und Bürgerrechte sowie zur deren Verankerung in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Anschließend sprachen die Mädchen über ihre eigene Lebenssituation, über Aufenthaltsprobleme, Zukunftspläne und Zukunftsaussichten. Beide Politiker hatten ein offenes Ohr für Hoffnungen und Sorgen der Mädchen und luden sie ein in die Sprechstunden in ihre Bürgerbüros.

TIO zu Besuch bei Dr. Fritz Felgentreu

Gerne sind wir der Einladung von Herrn Dr. Fritz Felgentreu, MdB und direkt gewählter Abgeordneter für Neukölln, gefolgt und haben gemeinsam mit vielen interessierten Neuköllnerinnen und Neuköllnern am 20. Mai die Eröffnung seines Bürgerbüros am Lipschitzplatz gefeiert.

 

Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Herr Michael Müller, die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Frau Dr. Franziska Giffey sowie Frau Karin Korte, Neuköllner Kandidatin für das Abgeordnetenhaus, haben in ihren Redebeiträgen zur Einweihung des Büros herzlich gratuliert.

 

Auf dem Fest war Bürgernähe groß geschrieben: In entspannter Atmosphäre konnten unkompliziert Kontakte mit den anwesenden Politikerinnen und Politikern geknüpft werden, die offen für alle Fragen und Anliegen waren. Die Mitarbeiterinnen von TIO haben die Gelegenheit genutzt, in Gesprächen auf die spezifischen Bedarfe von Migrantinnen hinzuweisen und die diesbezüglichen Angebote von TIO darzustellen.

Girls' Day bei den Grünen

Die TIO-Teilnehmerinnen in der Kuppel des Bundestags
Die TIO-Teilnehmerinnen in der Kuppel des Bundestags

Zum Girls‘ Day am 28. April 2016 besuchten die Teilnehmerinnen des TIO Girls‘ Studio Alaa, Noha, Dana, Gabriella, Elisa, Fatima, Kadriye, Mayssa und Sevsem vom TIO-Qualifizierungsprojekt, zusammen mit den Mitarbeiterinnen des TIO Girls‘ Studio die Vertreterinnen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

 

In einer anregenden Gesprächsrunde und bei appetitlichen Häppchen erfuhren die Mädchen von MdB Frau Lisa Paus, wie der Arbeitsalltag der Politikerinnen aussieht, der mit vielen Terminen, Gesprächen, Abstimmungen und Treffen vollgepackt ist.

Noha mit Katrin Göring-Eckardt
Noha mit Katrin Göring-Eckardt

Frau Doris Wagner (MdB) berichtete über die Abstimmung im Plenarsaal, von der sie gerade kam und in der es um die Atalanta-Mission vor Somalia ging. Mit großem Interesse hörten die TIO-Teilnehmerinnen Frau Katja Dörner (MdB) zu, die erzählte, was die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für die Familienpolitik tun will. Viele Fragen an die Mädchen hatte die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt. Sie wollte wissen, welche Erfahrungen sie in ihrer Schulzeit vor dem Besuch beim TIO Girls‘ Studio machten und ob sie von ihren Familien Unterstützung bekämen. Noha sagte: „Meine Mutter sagt immer, ‚Bildung ist deine Waffe‘“.

Anschließend kamen noch zwei Azubis der Fraktion und ihre Anleiterin zu der Runde. Von ihnen erfuhren unsere Teilnehmerinnen, wie das Bewerbungsverfahren abläuft, wie die Ausbildung im Bundestag aussieht und was man alles mitbringen muss, um angenommen zu werden. Fatima meinte dann: „Eigentlich habe ich mich nie für Politik interessiert. Jetzt aber will ich mehr darüber wissen!“

Lern- und Lebens(T)räume

Ein Projekt im Rahmen des TIO-Girls´Studios gefördert durch die Jugend- und Familienstiftung Berlin

 

Von Oktober bis Dezember 2014 verwandelten sich die Projekträume des TIO-Girls' Studios in Lern- und Lebens(T)räume. Mit Unterstützung einer Architektin haben die jungen Frauen, die an dem Projekt teilnehmen, die Räume renoviert und so umgestaltet, dass Lern- und Aufenthaltsräume entstanden, wie sie sie sich wünschen.

  • Die Projekträume des „TIO Girls' Studio“ wurden in Lernräume verwandelt, in denen sich die Teilnehmerinnen gerne aufhalten, in denen eine Atmosphäre herrscht, die zum Lernen motiviert und Kreativität fördert.
  • Es wurden Lernräume schaffen, die sich die jungen Frauen erträumen und die eine Alternative ermöglichen zu traditionellen Unterrichtsräumen
  • Die Um- und Ausgestaltung der Projekträume erfolgte auf der Basis der Wünsche, Ideen, Vorschläge und Entwürfe der Teilnehmerinnen
  • Es wurden Aufenthaltsräume geschaffen, den die jungen Migrantinnen auch über die eigentliche Unterrichtszeit hinaus nutzen können. Es sollten Möglichkeiten geschaffen werden, individuell oder in Kleingruppen zu lernen (Arbeitsplätze für Hausaufgaben, Recherche an Computer etc.) als auch sich mit Freundinnen zu treffen, Tee zu trinken, Gespräche zu führen etc.
  • Alternative Lernformen wurden entwickelt und erprobt insbesondere für Prüfungsfächer, die für die beteiligten Mädchen häufig angstbesetzt sind (z.B. Mathematik, praxisorientierte Vermittlung von Flächenberechnungen etc. im Rahmen des Projektes)
  • Den Teilnehmerinnen wurden Wissen und kreative Möglichkeiten vermittelt, preiswert Räume entsprechend ihrer eigenen Wünsche zu gestalten
  • Ressourcen sparen: während der Um- und Ausgestaltung der Projekträume wurden auch Materialien und Gegenstände wiederverwendet (Upcycling)
Am Anfang stand das Ausmessen
Am Anfang stand das Ausmessen

Umsetzung:

  • Unter professioneller Anleitung einer Dozentin fanden zwölf Workshoptage in Arbeitsgruppen statt, in denen die Teilnehmerinnen Ideen und Entwürfe für eine Umgestaltung der Projekträume entwickelten
  • Mit Unterstützung und Anleitung durch Handwerkerinnen (Tischlerinnen/Malerinnen) führten die jungen Frauen ihre Entwürfe aus (Einrichtungsgegenstände/Wandgestaltung etc.)

Weiterbildungsberatung - Wir beraten in einfacher Sprache

Weiterbildungsberatungsflyer in einfacher Sprache
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