Es wird langsam zu Girls' Studio -Tradition: der Besuch bei Herrn Dr. Fritz Felgentreu im Bundestag

Kurz vor Weihnachten waren wir bei Dr. Fritz Felgentreu (MdB) zu Besuch.

 

Am 19. Dezember 2017 trafen wir uns bei TIO und fuhren gemeinsam zum Platz der Republik. Nach einem kurzen Warten und einer langen Sicherheitskontrolle fuhren wir mit einem riesigen Fahrstuhl zur Besucherebene des Plenarsaals.

 

Im Plenarsaal haben wir 45 Minuten verbracht, wo wir uns einen sehr spannenden Vortrag über die Aufgaben der Abgeordneten sowie über die Geschichte und Architektur des Reichstagsgebäudes anhörten.

 

Erbaut wurde das Reichstagsgebäude im Stil der Neorenaissance (wir mussten später nachschlagen, was das Wort bedeutet) Ende des 19. Jahrhunderts, sieht aber trotz seiner über 120 Jahre innen sehr modern aus, seit es vom Architekten Sir Norman Foster umgebaut wurde.

 

Wir haben auch erfahren, wo normalerweise die Bundeskanzlerin sitzt und wie die Plenarsitzungen aufgezeichnet werden: nämlich per Hand in Kurzschrift, damit auch alle Geräusche und Zwischenrufe ins Protokoll aufgenommen werden. Die Frau, die den Vortrag hielt, zeigte uns, wo welche Fraktion normalerweise sitzt, konnte uns aber nicht sagen, wie die Sitzverteilung im 19. Bundestag aussehen wird, weil sich drei Monate nach der Bundestagswahl noch keine Koalition gebildet hat. Die Stühle haben übrigens eine spezielle Farbe, die „ das Bundestagsblau“ heißt und die es sonst nirgends gibt.

Nach dem Vortrag gingen wir in einen kleinen Besucherraum, wo ein Gespräch mit Herrn Dr. Felgentreu stattfand. Wir durften mit ihm über unsere Probleme sprechen und er lud uns in seine Sprechstunde in sein Büro in Neukölln ein. Dann musste er weg ins Abgeordnetenhaus, wo die Gedenkstunde für die Opfer des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz stattfinden sollte. Das Gespräch mit uns führte ein Büromitarbeiter von Dr. Felgentreu, Christopher King fort. Er war auch sehr nett und beantwortete unsere Fragen geduldig und ausführlich.

Anschließend fuhren wir mit dem Riesenfahrstuhl auf die Kuppel hinauf. Weil uns die Frau im Plenarsaal von einem komplizierten Belüftungssystem erzählte, wollten wir erst einmal in den Plenarsaal nach unten hineingucken. Es ging aber nicht.

 

Einige von uns blieben da, um sich die Reichstagsgeschichte auf den bebilderten Tafeln anzusehen, andere gingen langsam nach oben. Der Tag war leider nicht sonnig, trotzdem konnte man viele Berliner Sehenswürdigkeiten erkennen: die Waschmaschine (das Kanzleramt), die schwangere Auster (das Haus der Kulturen der Welt), die Goldelse (die Siegessäule), den Telespargel (den Fernsehturm).

Zum Schluss gab es noch ein Essen in der Kantine des Paul-Löbe-Hauses. Ganz lecker sogar, naja, bis auf den Kuchen.

TIO Girls‘ Studio bei dem Wasserwerk Friedrichshagen

Die Teilnehmerinnen besuchen die Filteranlage.
Die Teilnehmerinnen besuchen die Filteranlage.

Am 5. Dezember 2017 besuchten die Teilnehmerinnen des Girls' Studio 10 das Wasserwerk Friedrichshagen am Müggelsee. Der Tag war kalt und windig, ein Nieselregen machte die lange Anfahrt richtig ungemütlich, deshalb waren wir froh, zuerst einen kurzen Film zur Geschichte und Gegenwart des Wasserwerks zusammen mit einer Gruppe von jungen Azubis angucken zu dürfen. So erfuhren wir, dass das Wasserwerk schon 1893 in Betrieb genommen wurde. Es war damals das größte und modernste Wasserwerk in Europa. Das Wasserwerk dient ausschließlich der Trinkwasserbereitung. Das Trinkwasser unterliegt so strengen Kontrollen, dass es eine viel bessere Qualität hat als das Mineralwasser, das in Flaschen verkauft wird. Das haben wir nicht gewusst. Und auch nicht, dass ein Glas Wasser aus ca. 700 Wassertropfen besteht. Oder dass jeder Mensch in Deutschland täglich 13 Eimer Wasser verbraucht.

 

Nach dem Film besuchten wir die zentrale Kontrollstelle. Die dort arbeitenden Mitarbeiter sorgen dafür, dass alle Menschen, die im Südosten Berlins leben, gut mit Wasser versorgt werden. Spannend war es zu erfahren, dass wenn zum Beispiel ein wichtiges Fußballspiel gezeigt wird, in der Pause alle Pumpen der Wasserwerke auf Hochbetrieb eingestellt sind, sonst gibt es nicht genug Spülwasser in den Wohnungen. Natürlich stellten die männlichen Azubis mehr Fragen als wir, deshalb haben wir uns etwas geärgert, dass wir uns auf den Besuch nicht besser vorbereitet haben.

 

Anschließend gingen wir in das Untergeschoss zu den Filteranlagen. Dort durften wir das beste, frisch gefilterte, gut gekühlte Wasser trinken. Einige von uns tranken so viel, dass später bei der Geländebesichtigung die wichtigste Frage war: „Wo sind hier die Toiletten?“

 

Am besten gefielen uns die alten stillgelegten, unterirdischen Filteranlagen. Sie sehen etwas gespenstisch aus: mit den herunterhängenden Pflanzen, weißen Stalagmiten und kopfüber schlafenden Fledermäusen.

 

Es wurde spät, also verzichteten wir auf den Besuch des Museums im Wasserwerk. Bestimmt ist die Ausstellung dort auch interessant. Vielleicht können wir unsere Eltern überzeugen, mal einen Familienausflug dahin zu machen. Aber bitte im Sommer!

Das Wasserwerk Friedrichshagen am Müggelsee
Das Wasserwerk Friedrichshagen am Müggelsee
Unter den Bögen des historischen Gebäudes, das 1893 erbaut wurde.
Unter den Bögen des historischen Gebäudes, das 1893 erbaut wurde.
Der Kontrollraum
Der Kontrollraum
Der Park, der im Sommer bestimmt ein Traum ist.
Der Park, der im Sommer bestimmt ein Traum ist.

Frauenbilder- Frauenidentitäten: Vielfalt zeigen - Zukunft gestalten; Workshop im Girls‘ Studio

Anlässlich des diesjährigen Diversity-Tages wurde am 7. Juni 2016 im Girls‘ Studio ein Workshop zum Thema „Frauenbilder – Frauenidentitäten“ durchgeführt. Durch Begriffsimpulse, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele, Gruppenpuzzle, Collagentechnik und weitere kreative Arbeitsmethoden wurden Rollenbilder von Frauen in verschiedenen kulturellen Kontexten erarbeitet.

Mit dem Ziel, die kulturelle Vielfalt der Teilnehmerinnen aufzuzeigen und die Reflexion über die eigenen Rollen und deren Bedeutung für die Zukunftsgestaltung anzuregen, standen in dem Workshop folgende Fragen im Mittelpunkt: Welche gesellschaftlichen Erwartungen sind mit einem bestimmten Frauenbild verbunden? Welche davon empfinden die Teilnehmerinnen als positiv und welche als hemmend? Welche Handlungsfreiräume werden Frauen in den jeweiligen Rollen zugestanden? Inwiefern sind Veränderungen von Frauenbildern möglich?

 

Abschließend wurden individuelle Lebensentwürfe, Zukunftswünsche und -träume in Form einer Collage zum Ausdruck gebracht.

Dr. Fritz Felgentreu und Erol Özkaraca bei LIFT und Girls‘ Studio

Am 19.05.2016 besuchten uns Herr Dr. Fritz Felgentreu (MdB) und Herr Erol Özkaraca (MdA), beide direkt gewählte SPD-Abgeordnete für Neukölln.

 

Dr. Felgentreu sitzt im Bundestag im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, beschäftigt sich mit der Sicherheits- und Verteidigungsfragen und ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Herr Özkaraca ist im Abgeordnetenhaus Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Forschung und Technologie und kümmert sich um Verfassungs- und Rechtsangelegenheiten, Verbraucherschutz und Geschäftsordnung.

 

Ab 10:00 Uhr hießen aktuelle und künftige Teilnehmerinnen des Girls‘ Studio sowie Besucherinnen des LIFT-Projekts die Gäste in den LIFT-Räumen willkommen. Die beiden Politiker berichteten über ihre Arbeitsschwerpunkte und stellten sich dann den zahlreichen Fragen der Teilnehmerinnen. Die Mädchen wollten z.B. wissen, wie man Politiker wird, was an der Arbeit als Politiker spannend und motivierend und was eher lästig ist sowie was konkret beide Politiker für junge Menschen mit Migrationshintergrund tun. Im weiteren Verlauf des Gesprächs ging es um Fragen zur Einbürgerung und Staatsbürgerschaft, zum Wahlrecht und zur Integration von Flüchtlingen: Was bekommt ein Flüchtling in Deutschland, wie funktioniert das Asylverfahren, wie lange dauert es, welche Fluchtgründe gibt es? Daraus ergaben sich spannende Grundsatz-Diskussionen zum Thema Menschen- und Bürgerrechte sowie zur deren Verankerung in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Anschließend sprachen die Mädchen über ihre eigene Lebenssituation, über Aufenthaltsprobleme, Zukunftspläne und Zukunftsaussichten. Beide Politiker hatten ein offenes Ohr für Hoffnungen und Sorgen der Mädchen und luden sie ein in die Sprechstunden in ihre Bürgerbüros.

TIO zu Besuch bei Dr. Fritz Felgentreu

Gerne sind wir der Einladung von Herrn Dr. Fritz Felgentreu, MdB und direkt gewählter Abgeordneter für Neukölln, gefolgt und haben gemeinsam mit vielen interessierten Neuköllnerinnen und Neuköllnern am 20. Mai die Eröffnung seines Bürgerbüros am Lipschitzplatz gefeiert.

 

Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Herr Michael Müller, die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Frau Dr. Franziska Giffey sowie Frau Karin Korte, Neuköllner Kandidatin für das Abgeordnetenhaus, haben in ihren Redebeiträgen zur Einweihung des Büros herzlich gratuliert.

 

Auf dem Fest war Bürgernähe groß geschrieben: In entspannter Atmosphäre konnten unkompliziert Kontakte mit den anwesenden Politikerinnen und Politikern geknüpft werden, die offen für alle Fragen und Anliegen waren. Die Mitarbeiterinnen von TIO haben die Gelegenheit genutzt, in Gesprächen auf die spezifischen Bedarfe von Migrantinnen hinzuweisen und die diesbezüglichen Angebote von TIO darzustellen.

Girls' Day bei den Grünen

Die TIO-Teilnehmerinnen in der Kuppel des Bundestags
Die TIO-Teilnehmerinnen in der Kuppel des Bundestags

Zum Girls‘ Day am 28. April 2016 besuchten die Teilnehmerinnen des TIO Girls‘ Studio Alaa, Noha, Dana, Gabriella, Elisa, Fatima, Kadriye, Mayssa und Sevsem vom TIO-Qualifizierungsprojekt, zusammen mit den Mitarbeiterinnen des TIO Girls‘ Studio die Vertreterinnen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

 

In einer anregenden Gesprächsrunde und bei appetitlichen Häppchen erfuhren die Mädchen von MdB Frau Lisa Paus, wie der Arbeitsalltag der Politikerinnen aussieht, der mit vielen Terminen, Gesprächen, Abstimmungen und Treffen vollgepackt ist.

Noha mit Katrin Göring-Eckardt
Noha mit Katrin Göring-Eckardt

Frau Doris Wagner (MdB) berichtete über die Abstimmung im Plenarsaal, von der sie gerade kam und in der es um die Atalanta-Mission vor Somalia ging. Mit großem Interesse hörten die TIO-Teilnehmerinnen Frau Katja Dörner (MdB) zu, die erzählte, was die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für die Familienpolitik tun will. Viele Fragen an die Mädchen hatte die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt. Sie wollte wissen, welche Erfahrungen sie in ihrer Schulzeit vor dem Besuch beim TIO Girls‘ Studio machten und ob sie von ihren Familien Unterstützung bekämen. Noha sagte: „Meine Mutter sagt immer, ‚Bildung ist deine Waffe‘“.

Anschließend kamen noch zwei Azubis der Fraktion und ihre Anleiterin zu der Runde. Von ihnen erfuhren unsere Teilnehmerinnen, wie das Bewerbungsverfahren abläuft, wie die Ausbildung im Bundestag aussieht und was man alles mitbringen muss, um angenommen zu werden. Fatima meinte dann: „Eigentlich habe ich mich nie für Politik interessiert. Jetzt aber will ich mehr darüber wissen!“

Lern- und Lebens(T)räume

Ein Projekt im Rahmen des TIO-Girls´Studios gefördert durch die Jugend- und Familienstiftung Berlin

 

Von Oktober bis Dezember 2014 verwandelten sich die Projekträume des TIO-Girls' Studios in Lern- und Lebens(T)räume. Mit Unterstützung einer Architektin haben die jungen Frauen, die an dem Projekt teilnehmen, die Räume renoviert und so umgestaltet, dass Lern- und Aufenthaltsräume entstanden, wie sie sie sich wünschen.

  • Die Projekträume des „TIO Girls' Studio“ wurden in Lernräume verwandelt, in denen sich die Teilnehmerinnen gerne aufhalten, in denen eine Atmosphäre herrscht, die zum Lernen motiviert und Kreativität fördert.
  • Es wurden Lernräume schaffen, die sich die jungen Frauen erträumen und die eine Alternative ermöglichen zu traditionellen Unterrichtsräumen
  • Die Um- und Ausgestaltung der Projekträume erfolgte auf der Basis der Wünsche, Ideen, Vorschläge und Entwürfe der Teilnehmerinnen
  • Es wurden Aufenthaltsräume geschaffen, den die jungen Migrantinnen auch über die eigentliche Unterrichtszeit hinaus nutzen können. Es sollten Möglichkeiten geschaffen werden, individuell oder in Kleingruppen zu lernen (Arbeitsplätze für Hausaufgaben, Recherche an Computer etc.) als auch sich mit Freundinnen zu treffen, Tee zu trinken, Gespräche zu führen etc.
  • Alternative Lernformen wurden entwickelt und erprobt insbesondere für Prüfungsfächer, die für die beteiligten Mädchen häufig angstbesetzt sind (z.B. Mathematik, praxisorientierte Vermittlung von Flächenberechnungen etc. im Rahmen des Projektes)
  • Den Teilnehmerinnen wurden Wissen und kreative Möglichkeiten vermittelt, preiswert Räume entsprechend ihrer eigenen Wünsche zu gestalten
  • Ressourcen sparen: während der Um- und Ausgestaltung der Projekträume wurden auch Materialien und Gegenstände wiederverwendet (Upcycling)
Am Anfang stand das Ausmessen
Am Anfang stand das Ausmessen

Umsetzung:

  • Unter professioneller Anleitung einer Dozentin fanden zwölf Workshoptage in Arbeitsgruppen statt, in denen die Teilnehmerinnen Ideen und Entwürfe für eine Umgestaltung der Projekträume entwickelten
  • Mit Unterstützung und Anleitung durch Handwerkerinnen (Tischlerinnen/Malerinnen) führten die jungen Frauen ihre Entwürfe aus (Einrichtungsgegenstände/Wandgestaltung etc.)

TIO-Weiterbildungsberatung-Flyer in einfacher Sprache

aktuelle Stellenausschreibungen

Für unsere verschiedenen Projekte suchen wir zurzeit neue Kolleginnen:

 

- Werkstudentinnen

- Dozentinnen für die Fächer Geschichte/Sozialkunde und Biologie für das Girls' Studio

 

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